SimCity

26 Januar, 2013 - 16:47 | von Daniel | Artikel

SimCity

Städtebauen leichtgemacht

Ein paar Bewohner hier hin, dort einige Geschäfte und die Industrie so weit weg, wie möglich. Das "SimCity"-Konzept hat schon in den Neunzigern die Gamer fasziniert. SPORT1GAMES konnte den neuen Ansatz mit Mehrspielermodus und spezialisierten Städten in Köln testen.

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SimCity
Electronic Arts

Ein paar Straßen anlegen, Industrieareale freigeben, Wohnungsraum schaffen und Gewerbeflächen bestimmen – schon nimmt im Jahr 2013 die erste eigene "SimCity"-Stadt Form an. Zusammen mit einem Windkraftwerk und einer Pumpe als Wasserversorgung sind die Bewohner zufrieden und bevölkern die ersten Wohnungen. Das großzügige Startkapital von knapp 50.000 Simoleons ist aber auch schon draufgegangen. Um jetzt schnell weiterzumachen, müsste ein Kredit her. Der kostet aber nicht nur viele Zinsen, sondern schwächt die Staatskasse von Anfang an. Schwierige Entscheidungen bei der Formung einer eigenen Stadt.

SimCity - eine Legende kehrt zurück

Electronic Arts stellt in Köln das neue "SimCity" der Presse vor und zeigt schon in den ersten Szenen, dass sie virtuellen Städtebau nicht verlernt haben. Ein zügiges Tutorial zeigt die wichtigsten Screens, Gebäude, Navigationselemente und Infografiken und schmeißt den Spieler dann direkt rein in den zweifelhaften Traumjob Städteplaner. Auf einem öden Landstrich entstehen die ersten Wege und das Fernziel Metropole nimmt seinen Lauf. Gerade die ersten Spielminuten sind dabei faszinierend, weil die Stadt rasant wächst. Wir entscheiden, ob wir amerikanische Verhältnisse mit schnurgeraden Straßen und Blöcken schaffen oder etwas individualistisch Serpentinen errichten, Roundabouts einbauen und der menschlichen Kreativität freien Lauf lassen – und dabei etwas Bauraum verschwenden.

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Dabei ist gerade die Fläche die wertvollste Ressource in "SimCity". Schon nach knapp 15 Minuten ist die gesamte Stadtfläche bebaut, Straßen teilen die Landschaft in kleine Bereiche ein und die Industrieabfälle verpesten Luft und Boden. Wie geht’s also weiter? Verbesserung statt Ausbreitung ist das Kredo der EA-Entwickler. Breitere Straßen, verbesserte Gebäude und viele öffentliche Einrichtungen nehmen den Platz der ersten Häuser ein. Schon jetzt stellt sich die Frage: Wie soll ich auf diesem Areal eine Millionenmetropole erschaffen?

Plannieren und kassieren

Die Antwort ist einfach: Der Spieler muss seine Bürger klüglich machen. Diese ziehen in Hochhäuser, shoppen in großen Einkaufszentren und arbeiten bei Großbetrieben. Daher ist es besonders wichtig, viel Platz für die späteren Gebäude zu lassen. Ansonsten ist der frühere Straßenbau nach maximal 45 Minuten Makulatur und die Planierraupe kommt öfter zum Einsatz, als ihre Bewohner Steuern zahlen. Doch nicht nur die Stadt, der Stadtsenat, sondern auch der Bürgermeister profitieren von einer florierenden Metropole: Sie erhalten von ihren Bewohnern die Erlaubnis, eine prunkvolle Villa zu errichten und ein Rathaus zu erbauen. Mit jedem Erfolg erweitern sie diese Statussymbole.

Ein großer Pluspunkt des Spiels ist die Einfachheit – verglichen mit dem Klassiker "SimCity 2000" gibt es viel mehr Funktionen, Möglichkeiten die Stadt zu individualisieren und zu spezialisieren. Trotzdem ist jede Schaltfläche durch intuitives Design, klare Aufteilungen und eine intelligente Menüführung innerhalb von Sekunden zu finden und die Werkzeuge funktionieren ohne jegliche Fehler oder große Grafikschnitzer. In der frühen Betaversion gab es zwar noch einige Unstimmigkeiten mit der Kamera, die sollten aber bei der Kaufversion nicht mehr zu finden sein. "SimCity" wirkt schon knapp anderthalb Monate vor der Veröffentlichung rund und ohne große Bugs.

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Das große Problem vom "SimCity" kommt erst nach einigen Stunden Spielverlauf: Durch fehlende Szenarios oder eine begleitende Kampagne sind Mehr- und Einzelspielermodi meist sehr ähnlich aufgebaut. Startgebiet wählen, Stadt aufbauen, Bürger zufriedenstellen und die Ressourcen des Areals abbauen und die Industrie auf einen bestimmten Zweig spezialisieren. Das kann man zusammen mit anderen Spielern oder alleine mit mehreren Städten machen und sich so gegenseitig unterstützen, handeln und die Vorteile der Gebiete ausnutzen. Regelmäßige Challenges sorgen auch während des Spiels immer wieder für Abwechslung – sind aber meist nur relativ einfache Aufgaben, wie das Erreichen von Bevölkerungsgrößen, den Bau bestimmter Gebäude oder das Glücklichmachen des Proletariats. Gesagt, getan!

Erster Eindruck

"SimCity" ist ohne Frage das beste Städtesimulationsspiel seit Jahren und bringt richtig Spaß, wenn man sich mit den vielen Funktionen, Möglichkeiten und Richtungen des Baus einer Metropole beschäftigt. Eine Herausforderung sind jedoch die Spieler, die  lieber etwas oberflächlicher rumklicken und nach einigen Stunden keinen großen Fortschritt mehr sehen. Sie gilt es länger als 10-15 Stunden zu motivieren. Wir sind sehr gespannt, ob das mit der Vollversion gelingt.

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