Zumindest die Spielfigut Alcatraz ist alles andere als in Topform: Leicht benebelt macht sich der Elitesoldat zusammen mit seiner Einheit auf den Weg in den Hafen der US-Metropole. Doch die Routinemission endet in einer Katastrophe. Die Monster greifen das Schiff der Truppe an und Alcatraz überlebt nur, weil sein alter Gefährte Prophet in letzter Sekunde erscheint und die Außerirdischen attackiert. Glück gehabt!

Der Nanosuit: Kampfanzug und Lebensretter
Prophet ist es auch der dem Spieler seinen Nanosuit überlässt und ihn in den Kampf schickt. Nicht mehr die alte Garde, sondern die vitalen Jungspunde sollen die USA vor dem Chaos retten. So lernt nicht nur Alcatraz in den ersten Missionen mit dem Kampfanzug umzugehen, auch der Spieler erhält einige lehrreiche Tipps im Tutorialstil. Neben wuchtigen Sprüngen und kurzen Sprints liefert der Nanosuit auch zwei Spezialfunktionen: Tarnung und Panzerung. Der Spieler entscheidet dabei welche Modi gerade im Einsatz sind. Besonders spannend: Unsichtbar kann der Spieler sich an Feinde anschleichen und unbemerkt im Nahkampf niederstrecken. So enden Kämpfe oft, bevor sie überhaupt begonnen haben.
Doch wirklich stark wird der Nanosuit erst, als der Spieler mit den Ceph zusammentrifft. Die feindliche Alien-Rasse greift unentwegt an und hilft Alcatraz damit: Der Kampfanzug sammelt fortwährend die Energie der Außerirdischen und verstärkt die eigene Rüstung. Kein Wunder, dass der Hersteller Crynet den Superanzug zurück haben will.

Grafisch hui, Spielspaß pfui?
Schon der erste Crysis-Teil überzeugte durch sagenhafte grafische Landschaften, Effekte und ein ausgeklügeltes Licht-Schatten-Modell. Auch Crysis 2 sieht auf High-End-Rechnern wieder klasse aus, aber die Entwickler haben drum herum vieles verbessert, was noch vor einigen Jahren hinter dem schönen Schatten der Engine verkümmerte: Die Steuerung ist entschlackt und vereinfach, die Level sind oft etwas kleiner geraten und damit nicht ganz so verwirrend und der Nanosuit bringt endlich Spaß, weil die Funktionen sinnvoll und nicht mehr ganz so komplex wie im Vorgänger geraten sind.
Doch der wirkliche Spaß erwartet die Spieler im Mehrspielermodus des Actionspiels. Duelle gegen menschliche Gegner in Nanosuits versprechen mehr als einfaches Rumgeballere. Nur wer die Funktionen des Kampfanzugs richtig einsetzt, überlebt die Aufeinandertreffen und im Gegensatz zur Call of Duty-Reihe belohnt das System nicht die besten Schützen, sondern die Spieler, die auch noch die Hundemarken besiegter Gegner einsammelt. Wer traut sich also direkt ins Kampfgebiet, um dann mit Bonusfähigkeiten belohnt zu werden? Nur ein Treffer und die gesammelten Plaketten verschwinden mit dem Leben in den Jagdgründen. Durch dieses durchdachte Spielsystem entstehen auch auf wenig besiedelten Servern spannende Gefechte.
Crysis 2 ist ein ausgezeichneter Shooter, der noch nicht ganz an die jährliche Elite aus Battlefield und Call of Duty reicht, aber in diesem Sommer den Actionthron besteigt. Dabei achtet Entwickler Crytek diesmal nicht nur auf grafischen Hochgenuss, sondern denkt auch an Story und Gameplay. Dadurch entwickelt sich der Kampf um New York City zu einem spannenden Abenteuer in dem der Spieler der Mittelpunkt ist. Doch erst im Multiplayermodus brilliert Crysis 2. Dort treffen mehrere Spieler mit gleichem Equipment aufeinander und es setzt sich der durch, der dieses besser beherrscht.

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